Generalunternehmer

Ein Zuhause im Wandel

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17. September 2026
Lesedauer: 5 Minuten

Im Auftrag der Tertianum AG entwickelt Rhomberg Bau Schweiz das Wohn- und Pflegezentrum Tertianum am Spisertor in St. Gallen bei laufendem Betrieb weiter. Während das Haus auf neue pflegerische, technische und räumliche Anforderungen ausgerichtet wird, können die Bewohner in ihrem vertrauten Umfeld bleiben. Als Gesamtleister verbindet Rhomberg Bau Planung, Kostensteuerung und Umsetzung zu einer tragfähigen Gesamtlösung.

Umbauen, während das Leben im Gebäude weitergeht: Das macht die Neuausrichtung des Tertianum am Spisertor zu einer besonderen Aufgabe. Das postmoderne Gebäude soll als repräsentativer Zeitzeuge erhalten bleiben, im Inneren jedoch umfassend an die künftige Nutzung angepasst werden.

 

Rhomberg Bau Schweiz übernimmt das Projekt von der Entwicklung einer wirtschaftlich tragfähigen Lösung über die Planung bis zur Ausführung. Dabei gilt es, die Bedürfnisse der Bewohner, die betrieblichen Abläufe und die Ziele der Bauherrin mit den Anforderungen an Kosten, Sicherheit und Qualität zu verbinden.

Neue Räume für neue Anforderungen

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung werden die bestehenden Alterswohnungen in den oberen Geschossen zu Pflegezimmern umgebaut. Künftig entsteht hier Platz für insgesamt 64 Pflegebetten.

 

Schwellenlose Zugänge und altersgerechte Nasszellen werden ebenso berücksichtigt wie Aufenthaltsräume, Begegnungszonen und Personalgarderoben. Freundliche Farben sollen eine angenehme und wohnliche Atmosphäre schaffen. Im Dachgeschoss entstehen zudem Aktivierungsräume mit Blick über die Stadt.

 

Auch das Galeriegeschoss mit Empfang, Foyer und Restaurant wird modernisiert und neu gegliedert. Dekorative Säulen, die an Baumstämme erinnern, prägen gemeinsam mit neuer Materialisierung, Begrünung und Beleuchtung die Gestaltung.

 

Die bestehenden Deckenelemente aus dem Erdgeschoss werden aufgefrischt und im Galeriegeschoss wiederverwendet. So lassen sich vorhandene Bauteile sinnvoll in das neue Konzept integrieren.

 

Das Erdgeschoss wird ebenfalls saniert. Ein künftiges Retail-Angebot soll den Bereich beleben und ein attraktives Einkaufsangebot für die Umgebung schaffen. Äußerlich verändert sich das Gebäude nur gering, die hochwertige Fassade wird beibehalten: Hingegen erhält der Eingangsbereich durch den gezielten Einsatz von Glas eine echte Aufwertung. Nicht nur der Vorplatz erhält ein verglastes Oblicht - grosse neue Glasfronten sorgen beim Eingang für mehr Offenheit. Der gesamte Bereich wird dadurch heller und hochwertiger gestaltet. Auch der Lift ist aus Glas und ermöglicht einen barrierefreien Zugang.

Sanieren im vertrauten Umfeld

Die größte Herausforderung liegt im Umbau bei laufendem Betrieb. Damit die Bewohner:innen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können, erfolgt die Sanierung in zwei Etappen.

 

Während der jeweiligen Bauphase ziehen sie vorübergehend in die bestehenden Hotelzimmer nebenan, die auch zum Hause gehören und als Provisorium genutzt werden. Anschließend können sie in ihre frisch sanierten Zimmer zurückkehren. Bauarbeiten, Umzüge und laufender Betrieb müssen dafür präzise aufeinander abgestimmt werden.

Mit Design-Build vom Kostenziel zur passenden Lösung

Die begrenzten Platzverhältnisse und die Umnutzung der Alterswohnungen stellen hohe Anforderungen an die Planung. Neben den räumlichen Anpassungen müssen auch die Haustechnik sowie der Brand- und Hochwasserschutz auf den neuesten Stand gebracht werden.

 

Mehrere frühere Anläufe hatten noch keine tragfähige Lösung hervorgebracht. Rhomberg Bau setzte deshalb auf das Design-Build-Verfahren mit konsequentem „Design to Cost“. Das Kostenziel diente von Beginn an als zentrales Steuerungselement. Die verfügbaren Mittel werden dort eingesetzt, wo sie für Betrieb, Sicherheit und Lebensqualität langfristig den größten Mehrwert schaffen.

 

So entstand ein passender Business Case, der die klar definierten Bedürfnisse der Bauherrin erfüllt, zusätzliche Mehrwerte schafft und zugleich das Zielbudget einhält. Der Gesamtleisteransatz sorgt dabei für Klarheit und Verlässlichkeit: Entwicklung, Planung, Kostensteuerung und Umsetzung greifen ineinander.

 

Am Spisertor bedeutet Konzentration auf das Wesentliche, Bestehendes bewusst weiterzuentwickeln, Mittel gezielt einzusetzen und zahlreiche Anforderungen zu einer schlüssigen Gesamtlösung zu verbinden. So entsteht ein Wohn- und Pflegezentrum, das den Charakter des Gebäudes bewahrt und den Bewohner auch künftig ein altersgerechtes und lebenswertes Zuhause bietet.

Factbox

  • Projektname: Spisertor, St.Gallen
  • Kategorie: Umbau – Innenverdichtung
  • Leistung: Gesamtleister: Design to Cost
  • Bauherr: Tertianum AG
  • Eigentümer: Balintra AG
  • Architekt: Foma Architekten, St.Gallen
  • Werkgruppe HLKS: Equans Switzerland AG
  • Werkgruppe Elektroarbeiten: Elektro Schmid AG
  • Werkgruppe Baumeister: A. Müller AG

Ihr Ansprechpartner

Philipp Hirt
Leiter Umbauten und Sanierungen
+41 71 2... Nr. anzeigen
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