Direkt gegenüber dem Bahnhof entsteht in Amriswil ein neues Stück Zentrum. Um die historische „Alte Post“ entwickelt Rhomberg Bau Schweiz eine vielseitige Überbauung, die Wohnen, Gewerbe und publikumsorientierte Nutzungen verbindet – und dabei Bestehendes bewahrt und sinnvoll weiterentwickelt.
Die „Alte Post“ gehört zum vertrauten Bild des Amriswiler Zentrums. Künftig soll um das als erhaltenswert eingestufte Gebäude ein lebendiges Ensemble entstehen. Rhomberg Bau entwickelt das Areal auf Grundlage eines Gestaltungsplans und begleitet das Projekt von der Akquisitions- und Konzeptphase über die Investorensuche bis hin zur Realisierung und Übergabe.
Alt und Neu als gemeinsames Ganzes
Das städtebauliche Konzept von Allemann Bauer Eigenmann Architekten sieht vier neue Baukörper mit vier bis acht Geschossen auf einem gemeinsamen Sockel vor. Die historische „Alte Post“ wird saniert und als identitätsstiftender Bestandteil in das neue Ensemble integriert.
Im Erd- bzw. Sockelgeschoss sind publikumsorientierte Nutzungen wie Dienstleistungen, Handel oder Gastronomie vorgesehen. In den Obergeschossen entsteht zeitgemässer Wohnraum. So soll ein durchlässiges Stück Stadt entstehen, das den Bahnhofplatz zusätzlich belebt.
Flexibel wohnen und arbeiten
Die geplanten Gewerbeflächen verfügen über grosszügige Raumhöhen und lassen sich flexibel unterteilen. Damit eignen sie sich für unterschiedliche Nutzungen – etwa Büros, Co-Working-Spaces, Gesundheitspraxen, Fitnessangebote, Ateliers oder Gastronomie.
Der Wohnungsmix aus 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen richtet sich an unterschiedliche Lebensphasen. Grosszügige Loggien erweitern den Wohnraum nach draussen. Gärten auf dem Sockelgeschoss schaffen zusätzliche Aufenthaltsqualität und leisten mit Stauden und Kleingehölzen zugleich einen Beitrag zur Biodiversität.
Bauliche und energetische Aspekte
Die Überbauung wird in Massivbauweise realisiert. Wo möglich, kommt Recyclingbeton zum Einsatz, um die graue Energie zu reduzieren. Bei der Materialwahl werden Ökologie, Lebenszyklus und Werthaltigkeit gemeinsam betrachtet.
Für die Wärmeversorgung ist eine Erdsonden-Wärmepumpe vorgesehen. Im Sommer kann den Räumen über die Fussbodenheizung Wärme entzogen und in das Erdsondenfeld zurückgeführt werden. Sämtliche Flachdächer werden extensiv begrünt, die höheren Gebäude zusätzlich mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.
Komplexität bündeln
Von der Landanbindung über Wettbewerb und Projektentwicklung bis zur Investorensuche, Realisierung und Übergabe umfasst das Vorhaben zahlreiche Schritte. Rhomberg Bau führt sie zu einem Gesamtprozess zusammen.
Mit der St. Galler Pensionskasse (SGPK) wurde eine langfristig orientierte Investorin für das Projekt gewonnen. Genau hier zeigt sich auch, was ganzheitliche Projektentwicklung leisten kann: Komplexität verschwindet nicht – aber sie lässt sich bündeln. Weniger Schnittstellen, klare Zuständigkeiten und ein durchgängiger Blick auf das Gesamtprojekt schaffen Verlässlichkeit und geben den Beteiligten Raum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Das Baugesuch soll noch dieses Jahr eingereicht werden. Die Fertigstellung ist im Jahr 2030 vorgesehen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für die gesellschaftliche Gemeinschaft. Durch die städtebauliche Entwicklung und den Erhalt der „Alten Post“ entsteht an diesem wichtigen Dreh- und Angelpunkt wieder neues Leben mit Wohnen, Gewerbe und Handel.
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