Nachhaltigkeit

Das Gute liegt so nah

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Die beste Möglichkeit, Abfall zu reduzieren, ist, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.

Drei Beispiele:

1. Raststation Bodensee Hörbranz:

Mit die erste Aktivität beim Bebauen der 40 000 m2 großen Fläche war das Erstellen eines digitalen Geländemodells. Das heißt, über die gesamte Baustelle wurde ein dreidimensionales Netz gelegt und alles exakt eingemessen. Diese digitale Gelände- und Gebäudesimulation zeigte zentimetergenau an, wo wie viel Aushubmaterial vorhanden war und wo dieses im Gelände aufgeschüttet werden musste.  Ergebnis: Anstatt 16 000 m3 Material auf eine Deponie zu fahren, wurden lediglich 1 000 m3 Aushub entsorgt. Der Rest wurde direkt wiederaufbereitet und verbaut.

2. Neuinterpretation des Gewerbeparks Otten Hohenems:

Ein „großes Projekt der kleinen Wege“: Der Betonabbruch – rund 1 160 m3 – wurde bei dem nur zwei Kilometer entfernten Baudienstleister Fenkart wieder aufbereitet und anschließend als Grundlage für die neuen Flächen auf dem Areal eingebracht. Die restlichen Materialien recycelte das Ressourcencenter in Unterklien, mit knapp 16 Kilometern nur unwesentlich weiter entfernt. Insgesamt wurden auf diese Weise sowohl die Transportwege als auch die Menge der zu entsorgenden und neu zu verbauenden Stoffe auf ein absolutes Minimum reduziert.

3. Revitalisierung Wohnanlage Beethovenstraße, Hohenems:

Die Entscheidung „Revitalisierung statt Neubau“ sparte unter anderem 400 m3 Erdaushub, 670 m3 Beton, rund 180 Lkw-Fahrten – und dem Bauherrn richtig Geld. Zudem setzten die Sanierungsexpert:innen von Rhomberg bei den Neumaterialien verstärkt auf nachhaltige, umweltschonende Baustoffe. Die Fassade beispielsweise ist jetzt aus Holz, hinterlüftet und mit Holzfasern wärmegedämmt. Insgesamt ist es durch die Sanierung gelungen, den Primärenergiebedarf von 175 auf 28 kWh pro m2 und Jahr zu reduzieren.

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