Aus dem Unternehmen

Grenzen überwinden

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Lesedauer: 3 Minuten

Die Zukunft neu denken

Die Coliving.Villas oder auch Mobilitätslösungen für Vorarlberg unter dem Titel Mobility V wurden hier geboren: Die Plattform V ist ein Zusammenschluss vieler namhafter Unternehmen aus dem Bodenseeraum aller Größenordnungen und Branchen sowie Bildungseinrichtungen. Die Vertreter:innen vernetzten sich hier, tauschen sich aus und entwickeln Ideen, Innovationen, Services und digitale Geschäftsmodelle, die die Region stärken und voranbringen sollen. 

 

Aus diesem Grund ist die Plattform V immer auf der Suche nach neuen Partner:innen, Innovationen und neuen, gemeinsamen Herausforderungen in den Bereichen „Corporate Entrepreneurship“, „Social Entrepreneurship“, „Sustainability“ und „Awareness/Behavior“: hello@plattform-v.io. 

 

„Mit der Plattform V setzen wir ein Zeichen des Handelns, einen ersten Schritt in Richtung einer lebenswerten Zukunft für uns alle. Denn wir brauchen etwas Neues, keine Reparatur des Alten!“ 

 

Christoph Sorg, Head of Innovation, Rhomberg Holding. 

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Christoph Sorg, Co-Founder Plattform V
Erwin-Erkinger
Erwin Erkinder, Innovation Manager, S.I.E. SOLUTIONS
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Katja Völcker, Projektleiterin, Blum International Consulting
Markus-Rhomberg
Markus Rhomberg, Geschäftsführer, Internationale Bodensee-Hochschule

Die „Neuen Dimensionen“ haben sich mit vier Innovationsexpert:innen über Wissenstransfer unterhalten. Den ersten Erkenntnisgewinn gab es dabei direkt bei der Begriffsbestimmung:

Was ist für euch Wissenstransfer?

Markus Rhomberg:
Den Begriff an sich mag ich ehrlich gesagt gar nicht, weil er zu sehr einschränkt. Er suggeriert, dass jemand Wissen produziert und jemand anderes soll das Gewonnene dann übernehmen. Vielmehr geht es doch aber darum, Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen, aus Praxis und Wissenschaft, zusammenzubringen und dazu zu bringen, gemeinsam etwas zu entwickeln. 

 

Erwin Erkinger: 
Wissenstransfer ist für mich ein kommunizierendes Gefäß. Es geht darum, implizite und explizite Werte auszutauschen. Denn immer, wenn Menschen über Wissen reden, tauschen sie Erkenntnisse aus und lernen voneinander – daher passt der Begriff „Wissenstransfer“ für mich schon. Ich würde ihn nur nicht unidirektional sehen wollen.

Zumindest der Fragesteller hat hier schon den ersten Erkenntnisgewinn. Daher die Anschlussfrage direkt umformuliert: Wie funktioniert Wissensaustausch bei euch konkret?

Katja Völcker: 
Wir haben im Unternehmen einen bunten Strauß an Aktivitäten, mit denen wir Wissensträger: innen miteinander in Kontakt bringen – wie etwa den Knowledge Friday, an dem es haufenweise Vorträge und Workshops gibt und die Kolleg:innen sich einfach inspirieren lassen oder aktiv mitwirken können. Eine ähnliche Rolle spielt auch die Plattform V für uns, und zwar für den Austausch über die Unternehmensgrenze hinweg. Das bringt mitunter witzige Irritationen, wenn da plötzlich ganz andere Sachen gemacht oder besprochen werden, als man es aus dem eigenen Unternehmen kennt. Aber genau das bringt uns ja weiter. 

 

Christoph Sorg:
Und exakt davon lebt die Plattform V: Dass Unternehmen ihr Wissen proaktiv mit anderen Unternehmen teilen. Von diesem Aufbrechen der Silos profitiert letztendlich die gesamte Region um den Bodensee. 

 

Völker: 
Wobei Silos mit ihrer Spezialisierung immense Werte schaffen und uns so extrem schnell gemacht haben in der Wissensproduktion. Die Komplexitätsstufe, vor der wir jetzt stehen, ist es, die Silogrenzen wieder zu überwinden und diesen Zuwachs breiter zur Verfügung zu stellen.

Was braucht es, damit Wissensgewinnung funktioniert?

Völcker: 
Interdisziplinäre Zusammenarbeit. Unterschiedliche Menschen, Hintergründe, Kompetenzen bieten die Chance auf neue Erkenntnisse. Dazu müssen wir bereit sein, das Wissen der anderen anzuerkennen, wir müssen also unvoreingenommen bleiben. Und es braucht ein gemeinsames Projekt, etwas Greifbares, an dem man zusammenarbeiten kann. 

 

Rhomberg:
Offenheit. Ich komme ja aus der Wissenschaft und die kreist in der Regel um sich selbst. Spannend wird es dann, wenn Forschende und Praxis wechselseitig voneinander lernen und profitieren können. Dazu braucht es auch Verständnis und die Fähigkeit, das eigene Wissen verständlich kommunizieren zu können: Nichts ist schlimmer, als sein Wissen teilen zu wollen, und das Gegenüber versteht nicht, wovon man überhaupt redet. 

 

Sorg: 
Technisch ist heutzutage ja schon alles vernetzt. Das brauchen wir beim Menschen auch viel mehr. Denn die menschliche Intelligenz ist vernetzt der künstlichen definitiv überlegen. Davon bin ich überzeugt. 

 

Erkinger:
Ich denke, die Grundlage von allem ist das Commitment. Die Leute müssen einfach bereit sein, Zeit dafür zu investieren. 

 

Vielen Dank für das Gespräch

Das Interview in voller Länge

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